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Lucia Berlin | aus dem:Englischen

Handbuch für Putzfrauen

Übersetzt von : Antje Rávic Strubel

Intro von Maya Feldman

Lucia Berlin verstarb im Jahr 2004, ohne je in den Genuss gekommen zu sein, als Autorin anerkannt zu werden. Ein 2015 neu veröffentlichter Band ihrer Erzählungen, aus dem die folgende stammt, hauchte dem Werk dieser großartigen Autorin wieder Leben ein und wies ihr in der Folge einen angemessenen Platz neben Flannery O´Connor und anderen im Kanon der amerikanischen Short Story zu. Lucia Berlins Erzählungen, ihre einzigartige Lebensgeschichte, ihre Schönheit – das alles scheint direkt aus einer Folge von „Mad Men“ zu stammen und zog die amerikanische und britische Kritik samt Publikum in den Bann; der neue Band landete kurz nach Erscheinen ganz oben auf der New York Times-Bestsellerliste. Die von mir ausgewählte Short Story basiert auf Berlins persönlichen Erfahrungen als Putzfrau, einer ihrer vielen Jobs, die sie annehmen musste, um ihre vier Kinder nach dem Tod des Ehemanns zu versorgen. Ich war von ihrer Stimme augenblicklich hingerissen, von der Ehrlichkeit und Präzision, selbst nach vierzig Jahren hat sie nichts von ihrem schneidenden Ton eingbüßt. Lucia Berlin spricht in dieser Erzählung als Putzfrau, doch verschwindet die Autorin und Intellektuelle Lucia Berlin dahinter nie. Sie gibt ihren Nachfolgerinnen Ratschläge, dabei beschreibt sie Orte in Los Angeles, an denen sie nichts als eine vorübergehende Besucherin ist, an denen sie kurz vorbeikommt, elend und mit gebrochenem Herzen. Die Erzählung ist von einer seltsamen Intimität durchdrungen, welche ihr Wucht verleiht. Die Erzählerin kann die Dinge ganz konkret beim Namen nennen, sie kennt die nützlichen Tricks des Metiers, doch weiß sie all das gleichzeitig im kulturellen Kontext zu verorten. Wie mit einem Blitzlicht legt sie die Intimssphäre ihrer Kunden bloß, das wahre Gesicht der Stadt und nach und nach auch ihr eigenes Leben. Der kurze Besuch des Hausmädchens, eine Frau, die aus dem Busfenster schaut, der Aushilfsjob als Putzfrau – mehr Material braucht diese Autorin nicht, um eine ganze Welt aufzuspannen, um geistreich, witzig, kritisch und sensibel zu sein, um zu einer unverwechelbaren weiblichen Stimme zu werden, die bis heute nachhallt.

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Der 42er nach Piedmont. Bummelbus zum Jack London •Square. Hausangestellte und alte Frauen. Ich saß neben einer alten Blinden, die Braille las, ihr Finger glitt über die Seite, langsam und still, Zeile für Zeile. Es war beruhigend, ihr zuzuschauen, über ihre Schulter mitzulesen. Die Frau stieg in der 29th Street aus, wo aus dem Schild AMERIKANISCHE PRODUKTE VON BLINDEN alle Buchstaben herausgefallen waren, außer BLINDE.

Die 29th Street ist auch meine Haltestelle, aber ich muss die ganze Strecke bis ins Zentrum fahren, um Mrs. Jessels Scheck einzulösen. Wenn sie mich noch einmal mit einem Scheck bezahlt, kündige ich. Außerdem hat sie nie Kleingeld für den Bus. Letzte Woche bin ich auf eigene Kosten für einen Vierteldollar den ganzen Weg zur Bank gefahren, und sie hatte vergessen, den Scheck zu unterschreiben.

Sie vergisst alles, sogar ihre Leiden. Wenn ich Staub wische, sammle ich sie ein und lege sie auf ihren Schreibtisch. 10 Uhr Morgens ÜBELKEIT (sic!) auf einem Zettel auf dem Kamin. DIARRHÖHE neben der Spüle. SCHWINDEL SCHLECHTES GEDÄCHTNIS auf dem Herd. Meistens erinnert sie sich nicht daran, ob sie ihr Phenobarbital genommen hat oder nicht oder dass sie mich deswegen schon zwei Mal zu Hause angerufen hat, oder wo ihr Rubinring ist usw.

Sie folgt mir von Zimmer zu Zimmer und sagt immer wieder dasselbe. Ich werde noch genauso gaga wie sie. Ich sage dauernd, dass ich kündige, aber dann tut sie mir leid. Ich bin die Einzige, die sie zum Reden hat. Ihr Mann ist Anwalt, spielt Golf und hat eine Geliebte. Ich glaube nicht, dass Mrs. Jessel das weiß oder sich daran erinnert. Putzfrauen wissen alles.

Putzfrauen stehlen tatsächlich. Nicht die Sachen, um die sich die Leute, für die wir arbeiten, Sorgen machen. Es ist der Überfluss, der einen schließlich dazu bringt. Das Kleingeld im Aschenbecher wollen wir nicht.

Auf irgendeiner Bridge-Party hat eine Dame das Gerücht in die Welt gesetzt, man könne die Ehrlichkeit einer Putzfrau testen, indem man hier oder da kleine Aschenbecher mit ein paar Münzen darin herumstehen lässt. Ich lege immer ein paar Pennys dazu, auch ein Zehncentstück.

Bevor ich mit der Arbeit beginne, sehe ich zuerst nach, wo die Armbanduhren sind, die Ringe, die Handtaschen aus Goldlamé. Wenn sie später rotgesichtig und verschwollen hereingestürmt kommen, sage ich nur kühl »unter dem Kissen« oder »hinter der avocadofarbenen Kloschüssel«. Das Einzige, was ich tatsächlich stehle, sind Schlaftabletten, falls einer dieser dunklen Tage kommt. Heute habe ich ein Glas Spice-Islands-Sesamkerne gestohlen. Mrs. Jessen kocht selten, aber wenn, dann Sesam-Hühnchen. Das Rezept klebt im Gewürzschrank. Eine Kopie davon befindet sich in der Schublade mit den Briefmarken und Bindfäden und eine zweite in ihrem Adressbuch. Wenn sie Hühnchen, Sojasoße und Sherry bestellt, bestellt sie auch immer ein neues Glas Sesamkerne. Sie hat fünfzehn Gläser davon. Jetzt nur noch vierzehn.

An der Bushaltestelle setzte ich mich auf den Bordstein. Drei andere Dienstmädchen, dunkelhäutig in weißer Uniform, standen hinter mir. Sie waren alte Freundinnen, arbeiteten schon seit Jahren an der Country Club Road. Zuerst waren wir alle wütend … der Bus war zwei Minuten zu früh gekommen, wir hatten ihn verpasst. Verdammt. Der Fahrer weiß, dass die Hausangestellten immer hier stehen und der 42er nach Piedmont nur einmal in der Stunde fährt.

Ich rauchte, während sie ihre Beute verglichen. Sachen, die sie hatten mitgehen lassen  … Nagellack, Parfüm, Toilettenpapier. Sachen, die sie bekommen hatten … einzelne Ohrringe, ein 20er-Pack Kleiderbügel, zerrissene Büstenhalter.

(Ratschlag für Putzfrauen: Nimm alles an, was deine Arbeitgeberin dir schenkt, und sag Danke. Du kannst es im Bus lassen, im Spalt zwischen den Sitzen.)

Um ins Gespräch zu kommen, zeigte ich ihnen mein Glas Sesamkerne. Sie kreischten vor Lachen. »Ach Kindchen, Sesamkerne?« Sie fragten mich, wieso ich schon so lange für Mrs. Jessel arbeitete. Die meisten Putzfrauen ertragen sie nicht öfter als dreimal. Sie fragten, ob das stimmt mit den hundertvierzig Paar Schuhen. Ja, aber das Schlimme ist, es sind fast alle die Gleichen.

Die Stunde verging sehr angenehm. Wir redeten über die Damen, für die wir alle arbeiten. Wir lachten, nicht ohne Bitterkeit.

Normalerweise akzeptieren mich altgediente Putzfrauen nicht so ohne Weiteres. Ich kriege auch nur schwer Putzjobs, weil ich »gebildet« bin. Aber etwas anderes lässt sich im Moment einfach nicht finden. Habe gelernt, den Kundinnen gleich am Anfang zu erzählen, dass mein alkoholkranker Ehemann kürzlich gestorben ist und mich mit vier Kindern zurückgelassen hat. Dass ich noch nie arbeiten gegangen bin, weil ich ja die Kinder großziehen muss und so.

Der 43er von Shattuck nach Berkeley. Die Bänke, auf denen WERBEFLÄCHE steht, sind jeden Morgen klitschnass. Ich bat einen Mann um ein Streichholz, und er gab mir die ganze Schachtel. SUIZIDPRÄVENTION. Es war die blöde Sorte mit der Streichfläche auf der Rückseite. Aber besser die als keine.

Drüben auf der anderen Straßenseite fegte die Frau von der REINIGUNG FLECKENLOS ihren Gehweg. Rechts und links von ihrem Laden flogen Abfall und Blätter herum. Es ist Herbst in Oakland.

Später am Nachmittag, als ich vom Putzen bei den Horwitzens zurückkam, war auch der Gehweg vor FLECKENLOS wieder von Blättern und Müll bedeckt. Ich warf mein Umsteigticket dazu. Ich habe immer ein Umsteigticket. Manchmal gebe ich es weiter, normalerweise behalte ich es einfach.

Ter zog mich immer damit auf, dass ich Dinge behielt. »Hör zu, Maggie May, ’s gibt nichts auf der Welt, was du festhalten kannst. Außer mich vielleicht.«

Eines Nachts wachte ich in der Telegraph Street davon auf, dass er mir den Verschluss einer Coors-Bierflasche in die Hand drückte. Er lächelte auf mich herab. Terry war ein junger Cowboy aus Nebraska. Er mochte keine ausländischen Filme. Gerade erst ist mir klar geworden, warum: Er konnte nicht schnell genug lesen.

Wenn Ter ein Buch las, selten, riss er jede gelesene Seite heraus und warf sie weg. Ich kam nach Hause, wo die Fenster immer offen standen oder kaputt waren, und durch das ganze Zimmer wirbelten Blätter wie die Tauben über den Parkplatz vorm Safeway-Supermarkt.

Der 33er-Schnellbus nach Berkeley. Der 33er hat sich verfahren! Vor dem SEARS-Kaufhaus hat der Fahrer den Abzweig zur Autobahn verpasst. Alle drückten auf die Klingel, als er, mit rotem Kopf, auf der 27th Street nach links abbog. Wir blieben in einer Sackgasse stecken. Menschen kamen ans Fenster, um sich den Bus anzusehen. Vier Männer stiegen aus und halfen dem Fahrer, aus der schmalen Straße rückwärts zwischen den geparkten Autos herauszurangieren. Wieder auf der Autobahn, fuhr er gute achtzig. Es war beängstigend. Wir unterhielten uns alle, erfreut über die Abwechslung.

Heute bei Linda.

(Putzfrauen: Grundsätzlich nie für Freunde arbeiten. Früher oder später nehmen sie es dir übel, weil du so viel über sie weißt. Oder weil du es weißt, kannst du sie nicht mehr leiden.)

Linda und Bob sind gute alte Freunde. Ich spüre ihre Wärme, obwohl sie nicht da sind. Sperma und Blaubeermarmelade auf den Laken. Programme von Pferderennen und Zigarettenkippen im Bad. Notizen von Bob an Linda: »Bring Kippen mit und nimm das Auto … dumm-dido dumm-dido.« Zeichnungen von Andrea mit Liebe für Mama. Pizzaränder. Ihren Koks-Spiegel mache ich mit Windex sauber.

Es ist die einzige Wohnung, in der ich arbeite, die nicht schon von Anfang an total sauber ist. Genau genommen ist sie versifft. Jeden Mittwoch steige ich wie Sisyphos die Treppe zu ihrem Wohnzimmer hoch, wo es immer aussieht, als würden sie gerade umziehen.

Ich verdiene nicht viel an ihnen, weil ich nicht stundenweise abrechne, kein Fahrgeld nehme. Ganz sicher keine Mittagspause. Ich arbeite wirklich schwer. Aber ich sitze auch viel herum und bleibe bis spät. Ich rauche und lese die New York Times, Pornos oder Wie baue ich ein Verandadach. Meistens sehe ich nur aus dem Fenster auf das Haus gegenüber, wo wir früher gewohnt haben. Russell Street 2129 ½. Ich schaue auf den Baum mit den Wildbirnen, auf die Ter immer geschossen hat. Der Holzzaun glänzt von der Farbe der Gotcha-Bälle. Das Schild der Umzugsfirma BEKINS, das nachts unser Bett beleuchtete. Ich vermisse Ter und rauche. Tagsüber hört man die Züge nicht.

Der 40er zur Telegraph Avenue. MILLHAVEN GENESUNGSHEIM. Vier alte Frauen in Rollstühlen starren mit verschleiertem Blick auf die Straße. Hinter ihnen auf der Schwesternstation tanzt ein wunderschönes schwarzes Mädchen zu »I Shot the Sheriff«. Die Musik ist laut, sogar für mich, aber die alten Frauen können sie gar nicht hören. Unterhalb von ihnen auf dem Gehweg hängt ein geschmackloses Schild: »TUMOR-EINRICHTUNG 1 : 30«.

Der Bus hat Verspätung. Autos fahren vorbei. Reiche Leute in Autos sehen nie Leute auf der Straße an. Arme immer … es scheint sogar, als würden sie nur herumfahren und sich Leute auf der Straße ansehen. Ich habe das gemacht. Arme warten oft. Auf Sozialhilfe, in Schlangen vor dem Arbeitsamt, Waschsalons, Telefonzellen, Notaufnahmen, Gefängnisse usw.

Während alle auf den 40er-Bus warteten, schauten wir ins Fenster von MILLS UND ADDIES WASCHSALON. Mill wurde in einer Mühle in Georgia geboren. Er hatte sich quer über fünf Waschmaschinen gelegt und brachte einen riesigen Fernseher an der Wand an. Addie machte alberne Pantomimen, die uns zeigen sollten, dass der Fernseher nie halten würde. Passanten blieben stehen, um Mill gemeinsam mit uns zuzuschauen. Wir alle spiegelten uns im Fernseher, wie eine »Man on the Street«-Show.

Am Ende der Straße bei Fouché findet eine große schwarze Beerdigung statt. Ich dachte immer, dass auf dem Neonschild »Touché« steht, und stellte mir den Tod maskiert vor, die Spitze des Degens auf meinem Herzen.

Ich habe inzwischen dreißig Tabletten, von Jessel, Burns, Mcintyre, Horwitz und Blum. Die Leute, für die ich arbeite, haben jeder genug Aufputsch- und Beruhigungsmittel, um einen Hells Angel für zwanzig Jahre auszuschalten.

Der 18er zum Montclair-Park. Das Stadtzentrum von Oakland. Ein betrunkener Indianer, kennt mich mittlerweile, sagt jedes Mal: »So ist das Leben, Süße.«

In der Park Avenue steht ein blauer Bus mit vergitterten Fenstern vom Büro des Bezirkssheriffs. Drinnen sind etwa zwanzig Gefangene auf dem Weg zum Haftrichter. Die Männer, aneinandergekettet, bewegen sich wie eine Sportmannschaft in ihrer orangefarbenen Häftlingskleidung. Mit derselben Kameraderie, im Grunde. Es ist dunkel im Bus. In den Fenstern spiegelt sich das Licht der Ampeln. Gelb WARTEN WARTEN. Rot STOPP STOPP.

Eine lange, schläfrige Stunde hoch in die wohlhabenden, nebligen Montclair-Hügel. Nur Hausangestellte im Bus. Unterhalb der lutheranischen Zionskirche hängt ein großes schwarz-weißes Schild, auf dem ACHTUNG STEINSCHLAG steht. Wenn ich es sehe, muss ich jedes Mal laut lachen. Die Hausangestellten und der Fahrer drehen sich um und gucken mich groß an. Das ist schon ein Ritual. Es gab Zeiten, da bekreuzigte ich mich automatisch, sobald ich an einer katholischen Kirche vorbeikam. Vielleicht habe ich damit aufgehört, weil die Leute im Bus sich immer umdrehten und mich groß anguckten. Ich spreche immer noch automatisch ein Ave-Maria, wenn ich eine Sirene höre, aber lautlos. Das ist lästig, weil ich am Pill Hill in Oakland wohne, neben drei Krankenhäusern.

Am Fuße des Montclair-Hügels warten Frauen in Toyotas darauf, dass ihre Putzfrauen aus dem Bus steigen. Ich werde immer die Snake Road hinauf mitgenommen, von Mamie und ihrer Arbeitgeberin, die sagt: »Mensch, Mamie, was sehen wir doch schick aus mit dieser eisgrauen Perücke und ich in meinen schäbigen Malerklamotten.« Mamie und ich rauchen.

Die Stimmen von Frauen sind immer zwei Oktaven höher, wenn sie mit Putzfrauen oder Katzen sprechen.

(Putzfrauen: Apropos Katzen … freunde dich nie mit Katzen an, lass sie nicht mit dem Wischmopp oder mit den Lappen spielen. Das macht die Damen eifersüchtig. Verscheuche aber niemals eine Katze von einem Stuhl. Freunde dich andererseits immer mit Hunden an, verbringe fünf oder zehn Minuten damit, Cherokee oder Smiley zu kraulen, wenn du das erste Mal dort bist. Vergiss nicht, die Toilettendeckel zuzuklappen. Fellige, tropfende Hängebacken.)

Die Blums. Das ist die seltsamste Wohnung, in der ich arbeite, das einzige schöne Haus. Beide sind Psychiater, Eheberater, mit zwei adoptierten »Vorschulkindern«.

(Arbeite nie in einem Haus, in dem es »Vorschulkinder« gibt. Babys sind großartig. Du kannst Stunden damit verbringen, sie anzuschauen, zu halten. Aber die Älteren … da gibt es Gekreische, herumfliegende Cheerios, kleine Unglücke, die schon eingetrocknet sind und von einem Snoopy-Pyjama-Fuß breit getreten wurden.)

(Arbeite auch nie für Psychiater. Du wirst verrückt. Ich könnte denen so die eine oder andere Sache beibringen … ich meine, Schuhe, die einen größer machen?)

Dr. Blum, der männliche Part, leidet schon wieder an Heimweh. Er hat Asthma, verdammt noch mal! Er steht in seinem Bademantel herum und kratzt sich mit seinem Pantoffel das haarige Bein.

Oh ho ho ho, Mrs. Robinson. Er hat eine Stereoanlage, die mehr als zweitausend Dollar wert ist, und bloß fünf Schallplatten. Simon and Garfunkel, Joni Mitchell und dreimal die Beatles.

Er steht in der Tür zur Küche und kratzt sich jetzt das andere Bein. Ich wische mich in sinnlichen Mr.-Clean-Wischmopp-Wirbeln von ihm weg in die Frühstücksecke, als er mich fragt, warum ich dieses spezielle Arbeitsgebiet gewählt habe.

»Ich schätze, entweder aus Schuldgefühl oder Wut«, sage ich gedehnt.

»Darf ich mir eine Tasse Tee machen, wenn der Boden getrocknet ist?«

»Ach, kommen Sie, setzen Sie sich einfach hin. Ich bringe Ihnen den Tee. Zucker oder Honig dazu?«

»Honig. Wenn es nicht zu viel Arbeit macht. Und Zitrone, wenn es …«

»Jetzt setzen Sie sich schon hin.« Ich bringe ihm Tee.

Einmal habe ich Natasha, die vier Jahre alt ist, eine schwarze Paillettenbluse mitgebracht. Zum Schickmachen. Frau Dr. Blum wurde wütend und schrie, das sei sexistisch. Einen Moment lang hatte ich den Verdacht, sie würde mich beschuldigen, Natasha verführen zu wollen. Sie warf die Bluse in den Müll. Ich holte sie später wieder heraus und trage sie jetzt manchmal, wenn ich schick sein will.

(Putzfrauen: Ihr werdet einer Menge emanzipierter Frauen begegnen. Das erste Stadium ist eine Selbsterfahrungsgruppe, das zweite Stadium eine Putzfrau, das dritte die Scheidung.)

Die Blums haben jede Menge Tabletten, eine Fülle von Tabletten. Sie hat Aufputschmittel, er Beruhigungsmittel. Herr Dr. Blum hat auch Belladonna-Tabletten. Ich weiß nicht, wogegen sie wirken, würde aber gern so heißen.

Eines Morgens hörte ich ihn zu ihr in der Küchenecke sagen: »Lass uns heute mal was Spontanes machen, mit den Kindern Drachensteigen gehen!«

Mein Herz flog ihm zu. Ein Teil von mir wollte hineinstürmen wie die Haushälterin auf der Rückseite der Saturday Evening Post. Ich kann tolle Drachen bauen, ich weiß, wo es in Tilden guten Wind gibt. In Montclair gibt es keinen Wind. Der andere Teil von mir stellte den Staubsauger an, um ihre Antwort nicht hören zu müssen. Draußen regnete es in Strömen.

Das Spielzimmer war ein Chaos. Ich fragte Natasha, ob sie und Todd eigentlich mit all diesen Spielsachen spielten. Sie sagte mir, dass sie und Todd montags aufstanden und alles auskippten, weil ich kam. »Hol deinen Bruder«, sagte ich.

Ich ließ sie das Zimmer aufräumen, als Frau Dr. Blum hereinkam. Sie hielt mir einen Vortrag über Einmischung und wie sehr sie es ablehnte, in ihren Kindern »irgendwelche Schuld- oder Pflichtgefühle zu wecken«. Ich hörte missmutig zu. Im Nachsatz trug sie mir auf, den Kühlschrank abzutauen und mit Ammoniak und Vanille sauber zu machen.

Ammoniak und Vanille? Sofort hörte ich auf, sie zu hassen. So was Simples. Ich begriff, dass sie wirklich ein heimeliges Heim haben und in ihren Kindern keine Schuld- oder Pflichtgefühle wecken wollte. Später an diesem Tag trank ich ein Glas Milch, und sie schmeckte nach Ammoniak und Vanille.

Der 40er von der Telegraph nach Berkeley. MILLS UND ADDIES WASCHSALON. Addie ist allein im Laden und putzt das riesige Spiegelglasfenster. Auf einer Waschmaschine hinter ihr liegt ein enormer Fischkopf in einer Plastiktüte. Träge blinde Augen. Ein Freund, Mr. Walker, bringt ihnen immer Fischköpfe für die Suppe mit. Addie macht große Kreise aus flockigem Weiß auf dem Glas. Gegenüber im Saint-Lukes-Kindergarten denkt ein Kind, sie würde ihm zuwinken. Es winkt zurück, macht dieselben wirbelnden Kreise. Addie hält inne, lächelt, winkt diesmal wirklich. Mein Bus kommt. Die Telegraph Street hoch nach Berkeley. Im Fenster vom ZAUBERSTAB SCHÖNHEITSSALON ist ein Stern aus Aluminiumfolie an einer Fliegenklatsche befestigt. Nebenan gibt es ein Orthopädie-Geschäft mit zwei flehenden Händen und einem Bein.

Ter weigerte sich, Bus zu fahren. Die Leute, die drin saßen, deprimierten ihn. Aber er mochte die Greyhound-Busbahnhöfe. Wir gingen oft zu denen in San Francisco und Oakland. Meistens in Oakland, an der San Pablo Avenue. Einmal sagte er mir, er würde mich lieben, weil ich wie die San Pablo Avenue sei.

Er war wie die Müllhalde von Berkeley. Ich wünschte, es gäbe einen Bus zur Halde. Wir fuhren dorthin, wenn wir Heimweh nach New Mexico hatten. Es ist kahl und windig, und Möwen segeln darüber hin wie Nachtfalken in der Wüste. Rings um dich her und über dir ist Himmel. Müllfahrzeuge donnern über von Staubschwaden durchzogene Straßen. Graue Dinosaurier.

Ich komme nicht klar damit, dass du tot bist, Ter. Aber das weißt du ja.

Es ist wie damals am Flughafen, als du schon fast auf der Rampe für die Raupenfahrzeuge nach Albuquerque warst.

»Scheiße. Ich kann nicht weg. Du wirst das Auto nie finden.«

»Was wirst du nur ohne mich machen, Maggie?«, hast du mich wieder und wieder gefragt, damals, als du nach London wolltest.

»Makramee, du Rüpel.«

»Was wirst du nur ohne mich machen, Maggie?«

»Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich dich so sehr brauche?«

»Doch«, hast du gesagt. Eine schlichte Feststellung nach Nebraska-Art.

Meine Freunde sagen, ich ertrinke in Selbstmitleid und Reue. Sagten, ich würde überhaupt niemanden mehr treffen. Wenn ich lächele, lege ich unwillkürlich die Hand vor den Mund.

Ich sammle Schlaftabletten. Einst haben wir einen Pakt geschlossen … wenn bis 1976 nicht alles in Ordnung sei, würden wir hinten im Yachthafen eine Schießerei veranstalten. Du hast mir nicht getraut, hast gesagt, ich würde dich zuerst erschießen und dann weglaufen oder mich zuerst erschießen, wie auch immer. Ich habe genug von der Abmachung, Ter.

Der 58er vom College nach Alameda. Alte Damen aus Oakland gehen ins Hinks-Kaufhaus in Berkeley. Alte Damen aus Berkeley gehen ins Capwell-Kaufhaus in Oakland. In diesem Bus sind alle jung und schwarz oder alt und weiß, inklusive Fahrer. Die alten weißen Fahrer sind fies und nervös, besonders in der Gegend um die Technical High School in Oakland. Jedes Mal bremsen sie den Bus an der Haltestelle abrupt ab, regen sich übers Rauchen und die Radios auf. Sie lassen den Bus schlingern und halten mit einem Ruck, der die alten weißen Damen gegen die Haltestangen wirft. Die Arme der alten Damen bekommen sofort blaue Flecke.

Die jungen schwarzen Fahrer fahren schnell, rauschen auf der Pleasant Valley Road über gelbe Ampeln. Ihre Busse sind laut und verraucht, aber sie schlingern nicht.

Mrs. Burkes Haus heute. Ihr muss ich auch kündigen. Nichts ändert sich. Nichts ist je schmutzig. Ich verstehe nicht, wozu ich überhaupt da bin. Heute ging es mir besser. Wenigstens habe ich das mit den dreißig Flaschen Lancers Roséwein verstanden. Vorher waren es einunddreißig. Offenbar war gestern ihr Hochzeitstag. In seinem Aschenbecher lagen zwei Zigarettenstummel (nicht nur seiner), ein Weinglas stand auf dem Tisch (sie trinkt nicht) und meine neue Flasche Rosé. Die Bowling-Trophäen waren verschoben worden, ein bisschen. Unser gemeinsames Leben.

Sie hat mir viel über Hauswirtschaft beigebracht. Leg das Toilettenpapier so ein, dass es sich von unten her abrollen lässt. Öffne den Deckel des Scheuermittels nur drei Löcher weit, nicht sechs. Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Einmal riss ich in einem rebellischen Anfall den Deckel vollständig ab und verschüttete aus Versehen Scheuerpulver im gesamten Herd. Eine Sauerei.

(Putzfrauen: Zeige ihnen, dass du sorgfältig arbeitest. Stelle am ersten Tag alle Möbel falsch zurück … fünf bis zehn Zentimeter weiter oder so, dass sie in die falsche Richtung zeigen. Drehe beim Staubwischen die siamesischen Katzenfiguren um, stelle das Milchkännchen links neben den Zucker. Bringe die Zahnbürsten durcheinander.)

Mein Meisterwerk auf diesem Gebiet vollbrachte ich, als ich die Oberseite des Kühlschranks bei Mrs. Burke sauber machte. Sie bemerkt alles, aber wenn ich die Taschenlampe nicht angelassen hätte, hätte sie übersehen, dass ich das Waffeleisen gescheuert und neu geölt, das Geisha-Mädchen repariert und auch die Taschenlampe gereinigt hatte.

Indem du alles falsch machst, beweist du ihnen nicht nur, dass du sorgfältig bist; es gibt ihnen auch die Möglichkeit, entschlossen und als »Chef« aufzutreten. Den meisten Amerikanerinnen ist es sehr unangenehm, Hausangestellte zu haben. Sie wissen nicht, was sie tun sollen, während du dort bist. Mrs. Burke beispielsweise fängt an, ihre Liste mit Leuten durchzugehen, die von ihr Weihnachtskarten erhalten, und sie bügelt das Geschenkpapier vom letzten Jahr. Im August.

Versuche, für Juden oder Schwarze zu arbeiten. Da bekommst du ein Mittagessen. Aber vor allem haben jüdische und schwarze Frauen Achtung vor der Arbeit, vor deiner Arbeit, und schämen sich überhaupt nicht dafür, dass sie den ganzen Tag absolut nichts tun. Schließlich bezahlen sie ja dich, nicht wahr?

Leute von den Freimaurern des Christlichen Ordens der Eastern Stars sind ein anderes Kaliber. Damit sie keine Schuldkomplexe kriegen, muss man immer etwas machen, was sie nie machen würden. Stell dich auf den Herd, um hochgespritzte Coca-Cola von der Decke zu wischen. Sperr dich in die Glasdusche ein. Schieb alle Möbel, inklusive Klavier, gegen die Tür. Das würden sie nie machen, außerdem kommen sie nicht mehr rein.

Gott sei Dank gibt es immer wenigstens eine Fernsehshow, nach der sie süchtig sind. Ich schalte für eine halbe Stunde den Staubsauger an (ein beruhigendes Geräusch), lege mich unter das Klavier, einen Staublappen fest in der Hand, nur für den Notfall. Ich liege einfach da, summe vor mich hin und denke nach. Ich habe mich geweigert, deinen Körper zu identifizieren, Ter, was eine Menge Ärger machte. Ich hatte Angst, dass ich dich schlagen würde für das, was du getan hast. Dass du gestorben bist.

Das Klavier ist das Letzte, was ich bei den Burkes sauber mache, bevor ich gehe. Das einzig Dumme daran ist, dass darauf keine anderen Noten stehen als die Hymne des Marine-Korps. Jedes Mal marschiere ich zu den Klängen von »From the Halls of Mon-te-zu-u-ma« zur Bushaltestelle.

Im 58er-Bus vom College nach Berkeley. Ein bösartiger alter weißer Fahrer. Es regnet, es ist spät, voll und kalt. Weihnachten ist eine schlechte Zeit zum Busfahren. Ein bekifftes Hippie-Mädchen schrie: »Lasst mich aus diesem Scheißbus raus!« – »An der nächsten Haltestelle!«, schrie der Fahrer zurück. Eine dicke Frau – eine Putzfrau – hatte sich über den Vordersitz erbrochen, auf die Gummischuhe der Mitfahrer und auf meinen Stiefel. Es roch widerlich, und mehrere Leute stiegen an der nächsten Haltestelle aus, wo auch sie ausstieg. Der Fahrer hielt an der Arco-Haltestelle vor Alcatraz, holte einen Schlauch, um sauber zu machen, aber natürlich lief das ganze Zeug nur nach hinten, und im Bus wurde es noch nasser. Er war wütend und rot im Gesicht, überfuhr die nächste rote Ampel, bringt uns alle in Gefahr, sagte der Mann neben mir.

An der Technical High School von Oakland warteten etwa zwanzig Schüler mit Radios hinter einem schwer gelähmten Mann. Das Amt für Sozialhilfe ist direkt neben der High School. Als der Mann mühevoll einstieg, sagte der Fahrer: Verdammt noch mal!, und der Mann sah überrascht aus.

Wieder bei den Burkes. Keine Veränderungen. Sie haben zehn Digitaluhren, und alle zeigen dieselbe korrekte Uhrzeit an. Wenn ich kündige, werde ich alle Stecker rausziehen.

Mrs. Jessel habe ich schließlich wirklich gekündigt. Sie bezahlte mich weiterhin mit einem Scheck, und einmal rief sie mich in einer Nacht vier Mal an. Ich telefonierte mit ihrem Mann und sagte ihm, ich hätte Pfeiffer’sches Drüsenfieber. Sie hat schon wieder vergessen, dass ich gekündigt habe, und rief mich letzte Nacht an, um zu fragen, ob sie auf mich ein bisschen blasser gewirkt hätte. Ich vermisse sie.

Heute eine neue Kundin. Eine echte Dame.

(Ich sehe mich nie als Putzfrau, auch wenn sie einen so nennen, ihre Hausangestellte oder ihr Dienstmädchen.)

Mrs. Johansen. Sie ist Schwedin und spricht Englisch mit ziemlich starkem Akzent, wie jemand von den Philippinen. Das Erste, was sie heute zu mir sagte, als sie die Tür öffnete, war: »Heiliger Moses!«

»Oh. Bin ich zu früh?«

»Ganz und gar nicht, meine Liebe.«

Sie betrat die Bühne. Eine achtzigjährige Glenda Jackson. Ich war hin und weg. (Sehen Sie, ich fange schon an, so zu reden wie sie.) Hin und weg im Foyer.

Im Foyer, bevor ich überhaupt meinen Mantel ausgezogen hatte, Ters Mantel, setzte sie mich über das Ereignis ihres Lebens in Kenntnis.

John, ihr Mann, war vor sechs Monaten gestorben. Es war schwer für sie gewesen, besonders das Schlafen. Sie hatte angefangen, Bilderpuzzle zusammenzusetzen. (Sie zeigte auf den Kartentisch im Wohnzimmer, wo Jeffersons Landgut Monticello beinahe fertig war, bis auf ein klaffendes Urtierchen-Loch oben rechts.)

Eines Nachts war sie so in ihr Puzzle vertieft gewesen, dass sie gar nicht erst schlafen ging. Sie hatte es vergessen, sie hatte wirklich vergessen, ins Bett zu gehen! Und zu essen, das auch. Um acht Uhr morgens aß sie Abendbrot. Sie legte sich hin, wachte um zwei Uhr auf, frühstückte nachmittags um zwei und ging los, um ein neues Puzzle zu kaufen.

Als John noch lebte, gab es morgens um sechs Frühstück, Mittagessen um zwölf, Abendbrot um sechs. Ich werde dieser lächerlichen Welt sagen, dass die Zeiten sich geändert haben.

»Nein, meine Liebe, Sie sind nicht zu früh«, sagte sie. »Es könnte allerdings sein, dass ich jeden Moment ins Bett verschwinde.« Ich stand immer noch da, schwitzte, blickte in die glänzenden, müden Augen meiner neuen Arbeitgeberin und wartete darauf, dass Tacheles geredet wurde.

Ich sollte nichts weiter tun, als die Fenster zu putzen und den Teppich zu saugen. Aber bevor ich den Teppich saugte, sollte ich ein Puzzleteil suchen, Himmel mit ein bisschen Ahorn. Ich weiß schon, dass es fehlt.

Es war schön auf dem Balkon beim Fensterputzen. Kalt, aber die Sonne schien mir auf den Rücken. Drinnen saß sie über ihrem Puzzle. Entrückt, aber doch in einer Pose. Sie muss früher wunderschön gewesen sein.

Nach den Fenstern folgte die Aufgabe, das Puzzleteil zu suchen. Zentimeter für Zentimeter im quietschgrünen Teppich, Crackerkrümel, Gummibänder vom Chronicle. Ich freute mich, das war der beste Job, den ich je gehabt hatte. Sie scherte sich »einen feuchten Kehricht« darum, ob ich rauchte oder nicht, also kroch ich über den Teppich, rauchte und schob den Aschenbecher vor mir her.

Ich fand das Puzzleteil auf der anderen Seite des Zimmers, weit weg vom Tisch mit dem Puzzle. Es war Himmel mit ein bisschen Ahorn.

»Ich hab’s!«, rief sie. »Ich wusste doch, dass es fehlt!«

»Ich hab’s!«, rief ich.

Dann konnte ich Staub saugen, womit ich noch beschäftigt war, als sie das Puzzle mit einem Seufzer beendete. Beim Gehen fragte ich sie, wann sie glaube, dass sie mich wieder brauchen würde.

»Wer weiß?«, sagte sie.

»Na ja … möglich ist alles«, sagte ich, und wir lachten beide. Ter, eigentlich möchte ich überhaupt nicht sterben.

Der 40er zur Telegraph. Haltestelle vor dem Waschsalon. MILLS AND ADDIES ist voll mit Leuten, die darauf warten, dass ihre Waschmaschine fertig wird, aber so feierlich, als warteten sie auf einen Tisch im Restaurant. Sie stehen am Fenster, schwatzen, trinken Sprite aus grünen Dosen. Mill und Addie mischen sich unter sie wie gesellige Gastgeber und wechseln Geld. Im Fernsehen spielt die Ohio State Band die Nationalhymne. Schneegestöber in Michigan.

Es ist ein kalter, klarer Januartag. Vier rasante Radfahrer reihen sich an der Ecke der 29th Street wie an einer Drachenschnur auf. Eine Harley tuckert im Leerlauf an der Haltestelle, und ein paar Kinder winken dem böse blickenden Biker von der Ladefläche eines 1950er-Dodge-Lasters zu. Endlich weine ich.

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