Alexander Kluge, geboren 1932 im deutschen Halberstadt, ist ein Autor, Filmemacher, Jurist und Sozialkritiker von Weltruhm. Er gewann den Georg-Büchner-Preis, die literarische Auszeichnung mit dem größten Renommee in Deutschland, vier Mal  wurde er mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet. Kluge ist eine der zentralen intellektuellen Stimmen im gegenwärtigen Deutschland. Als junger Mann unter anderem als „Adornos Lieblingssohn“ beschrieben, schuf Kluge während der vergangenen fünfzig Jahre ein umfangreiches Werk, das als Fortführung – in Bild und Schrift – der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule betrachtet werden kann.

*Foto: filmcomment.com

Michel Decar wurde 1987 in Augsburg geboren. Er studierte an der LMU München und der UDK Berlin. Seit 2012 verfasst er massenhaft Kriminalromane, Theaterstücke und Hörspiele, hin und wieder gibt es dafür einen Preis. Sein neues Stück Schere Faust Papier ist momentan am Thalia Theater Hamburg zu sehen.

*Foto: © Constantin Riess.

Sarah Khan gewann als 12-jähriges Kind ihre erste Veröffentlichung in einem Sammelband des ZDF-Ferienprogramms. Als Studentin drehte sie Super-8-Filme, schrieb für Fanzines, Stadtmagazine und Zeitungen, vorwiegend über Film, Comics, Popkultur. 1999 erschien ihr erster Roman Gogo-Girl über eine junge Frau im Musik-Milieu der sogenannten Hamburger Schule. Seither zahlreiche Publikationen, weitere Romane, Gespenster-Reportagen, Essays. 2012 erhielt Sarah Khan den erstmals gestifteten Michael-Althen-Preis für Kritik der FAZ.

Hartmut Lange, geboren 1937 in Berlin-Spandau, studierte an der Filmhochschule Babelsberg Dramaturgie. 1960 erhielt er eine Anstellung als Dramaturg am Deutschen Theater in Ostberlin. Von einer Reise nach Jugoslawien kehrte er nicht in die DDR zurück. Er ging nach Westberlin, arbeitete für die Schaubühne am Halleschen Ufer, für die Berliner Staatsbühnen und am Schiller- und am Schlosspark-Theater. Hartmut Lange wurde für seine Dramen, Essays und Prosa vielfach mit Preisen ausgezeichnet (u. a. mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis und dem Prix Laure Bataillon).

Georg Klein, 1953 in Augsburg geboren, veröffentlichte unter anderem die Romane „Libidissi“, „Barbar Rosa“ und „Sünde Güte Blitz“ sowie die Erzählungsbände „Anrufung des Blinden Fisches“ und „Von den Deutschen“. Für seine Prosa wurden ihm der Brüder-Grimm-Preis und der Bachmann-Preis verliehen; für den 2010 erschienen „Roman unserer Kindheit“ erhielt er den Preis der Leipziger Buchmesse.

*Foto: © Wilko de Vries.

Kenah Cusanit (1979) ist eine deutsche Autorin und Lyrikerin. Sie wuchs in Berlin-Brandenburg auf und studierte Altorientalische Philologie (Sumerisch, Akkadisch, Hethitisch), Ethnologie und Afrikawissenschaften. Bisher veröffentlichte sie Essays und Gedichte. Derzeit arbeitet Kenah Cusanit an ihrem Debütroman. Sie lebt in Berlin

Peter Bichsel wurde 1935 in Luzern als Sohn eines Handwerkers geboren. Er schlug eine pädagogische Laufbahn ein und unterrichtete bis 1968 (und ein letztes Mal 1973) als Primarlehrer. 1964 wurde er mit seinen Kurzgeschichten in Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen bekannt; die Gruppe 47 nahm ihn begeistert auf und verlieh ihm 1965 den Literaturpreis der Gruppe. Er ist seit 1985 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Bichsel lebt in Bellach bei Solothurn. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet (u. a. mit dem Grossen Schillerpreis, Solothurner Literaturpreis, Gottfried-Keller-Preis). Die Jahreszeiten (1967), Kindergeschichten (1969), Cherubin Hammer und Cherubin Hammer (1999) gehören neben zahlreichen Kolumnenbänden zu seinen bekanntesten Publikationen.

Antonia Baum wurde 1984 in Borken geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Kulturwissenschaft an der Humboldt Universität in Berlin. 2011 erschien er Debütroman Vollkommen leblos, bestenfalls tot. Mit Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren folgte 2015 ihr zweiter Roman. Seit Februar 2012 ist sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin. Zuletzt erschien das Memoire Tony Soprano stirbt nicht (2016).

 

*Bild: Mathias Bothor 

 

Philipp Schönthaler, 1976 in Stuttgart geboren, erhielt 2012 für sein Erzähldebüt Nach oben ist das Leben offen den Clemens-Brentano-Preis. 2013 wurde er zum Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen. Im gleichen Jahr erschien sein Roman Das Schiff das singend zieht auf seiner Bahn. Sein Buch Portrait des Managers als junger Autor wurde 2016 mit dem Preis des Stuttgarter Wirtschaftsclubs ausgezeichnet. Zuletzt erschien der Erzählungsband Vor Anbruch der Morgenröte.

*Photo: © Kathrin Schoenegg.

Andreas Stichmann, 1983 in Bonn geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2008 erschien sein Erzählungsband Jackie in Silber, für den er unter anderem den Clemens Brentano-Preis, den Kranichsteiner Literaturförderpreis und den Hamburger Förderpreis für Literatur bekam. Das große Leuchten (2012), sein erster Roman, wurde für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert und mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. 2017 erschien sein zweiter Roman Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk. Andreas Stichmann lebt in Berlin.

*Photo: © Patricia Neligan.